Wenn man über Cannabis spricht, wird es oft als Sativa oder Indica kategorisiert. Genau genommen handelt es sich dabei um zwei von drei Cannabis-Unterarten (die andere ist Ruderalis, die seltener vorkommt). Sie lassen sich durch ihr Aussehen unterscheiden.
Die meisten Raucher verwenden diese Begriffe, um die Wirkung dieser Unterart auf Körper und Geist zu beschreiben. Cannabis sativa soll anregend wirken und die Energie sowie Konzentration seiner Konsumenten steigern. Cannabis indica hingegen wirkt beruhigend, entspannt und regt den Appetit an.
Was ist der Unterschied zwischen Sativa und Indica?
Die Unterschiede zwischen Cannabis sativa und Cannabis indica für medizinische und Freizeitzwecke werden oft diskutiert. Dies liegt daran, dass diese beiden Unterarten reich an den beiden wichtigsten therapeutischen Inhaltsstoffen von Cannabis sind: Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Beide Unterarten ähneln sich, weisen aber jeweils unterschiedliche Merkmale auf, die sie in Aussehen und Wirkung unterscheiden.
Cannabis Sativa
Cannabis sativa ist eine hohe, schlanke Pflanze mit langen, dünnen und hellgrünen Blättern. Sie wird hauptsächlich in wärmeren Klimazonen wie Mittel- und Südamerika sowie Südostasien angebaut. Sie enthält höhere THC- und niedrigere CBD-Werte als Cannabis indica und gilt daher als stimulierendes Mittel. Sie steigert die Energie und verbessert die Konzentration, wodurch sich die Nutzer produktiv und kreativ fühlen.
Cannabis Indica
Cannabis indica ist eine kleine, stämmige Pflanze mit buschigem Grün und breiten, stämmigen Blättern. Sie ist in Afghanistan, Indien, Pakistan und der Türkei heimisch, hat sich aber auch an die Bedingungen im Hindukusch-Gebirge angepasst. Sie enthält höhere CBD-Werte als Cannabis sativa (wenn auch nicht unbedingt niedrigere THC-Werte) und ist daher für ihre entspannende Wirkung bekannt. Sie erzeugt ein „körperliches High“, das den Körper beruhigt, Übelkeit lindert und hungrig macht. Wenn Menschen also Hunger und Cannabis gleichsetzen, meinen sie meist Cannabis indica, ob bewusst oder unbewusst.
Cannabis indica ist auch dafür bekannt, einige chronische Krankheiten zu behandeln oder Nebenwirkungen zu lindern. Zum Beispiel die Wirkung von CBD auf den Blutdruck ist, dass es dank seiner angstlösenden Wirkung den Blutdruck senkt.
Was ist für die Wirkung von Cannabis verantwortlich?
Obwohl die Annahmen über die unterschiedliche Wirkung von Sativa und Indica allgemein akzeptiert sind, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Unterarten kaum Einfluss darauf haben, wie man sich nach dem Konsum von Marihuana fühlt. Stattdessen hängt die Wirkung von den Cannabinoiden und Terpenen ab, die in der jeweiligen Sorte vorhanden sind.
Cannabinoide
Cannabinoide sind chemische Substanzen, die mit spezifischen Cannabinoid-Rezeptoren in Gehirn und Körper interagieren und die Zellkommunikation regulieren. Diese Verbindungen sind für die Wirkung von Cannabis verantwortlich und verändern die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit unter Cannabiseinfluss. Von den 80 bis 100 Cannabinoiden in Cannabis sind THC und CBD besonders wichtig, da ihre Konzentration maßgeblich dafür verantwortlich ist, ob man nach dem Rauchen stimuliert oder entspannt ist.
Terpene
Neben Cannabinoiden können auch die in einer Cannabissorte enthaltenen Terpene (oder aromatischen Verbindungen) deren Wirkung bestimmen – zusätzlich zu Geruch und Geschmack. Myrcen beispielsweise, das häufigste Terpen, reduziert Angstzustände und Schlaflosigkeit und hilft so, besser zu schlafen. Hohe Konzentrationen davon sind charakteristisch für Cannabis indica.
Fazit: Wählen Sie die Sorte, die zu Ihnen passt
Während die Wahl zwischen Sativa und Indica ein guter Ausgangspunkt ist, wenn Sie eine Cannabissorte zum Rauchen oder für Ihren legalen Trockenkräuter-Vaporizer auswählen, ist es am besten, sich die Besonderheiten jeder einzelnen Sorte anzusehen.
Achten Sie außerdem auf die Art und Konzentration der vorhandenen Cannabinoide und Terpene, um den größtmöglichen Nutzen aus Ihrem Konsum zu ziehen.Wählen Sie eine Sorte, die Ihren Bedürfnissen und Vorlieben entspricht und in Ihrem bevorzugten Medium konsumiert werden kann. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie die Wirkungen vertragen, sei es ein hyperaktiver Geist durch Cannabis sativa oder ein scheinbar unersättlicher Appetit durch Cannabis indica.
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