Kann Gras das Coronavirus wirklich töten? Finden wir es heraus
Seit Anfang 2020 herrscht große Aufregung über die neue Coronavirus-Erkrankung – heute bekannt als COVID-19.
Weltweit sind über 65.000 Infektionen registriert worden, was zu Reiseverboten, Handelsbeschränkungen und Quarantänen führte. Die Zahl der Todesopfer liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei 1.486, die meisten davon in China.
Ein interessanter Nebeneffekt der Panik war eine massive Internet-Suche nach der Frage: „Kann Cannabis das Coronavirus abtöten?“. Das sprunghaft gestiegene Interesse lässt sich auf ein Meme zurückführen, das der Filmemacher Vivek Ranjan Agnihotri diesen Monat auf Twitter postete.

Agnihotri verbreitete den Screenshot einer gefälschten Nachrichtensendung, in der behauptet wurde, ein Wissenschaftlerteam habe herausgefunden, dass Marihuana eine wirksame Behandlung für Coronavirus-Infektionen sei.
Das gefälschte Bild trug die Schlagzeile „Breaking News – Unkraut tötet Coronavirus“ und verbreitete sich weltweit über WhatsApp, eine beliebte kostenlose SMS-App, bevor es sich auf andere soziale Medien ausbreitete. In seinem Tweet schrieb Agnihotri, die Lösung für viele Probleme der Welt liege in Indien.
„Aber Sie werden sie nicht finden, solange Sie unser altes Wissen lächerlich machen. Cannabis ist eine Zauberpflanze. Bis Mitte der 80er Jahre wurde es von der Regierung verkauft.“
„Wegen Rajiv Gandhi und westlichen Pharmaunternehmen ist es in Verruf geraten. Machen Sie Cannabis legal“, sagte er.
Bislang gibt es kein spezifisches Medikament zur Vorbeugung oder Behandlung des neuartigen Coronavirus. Personen, die mit 2019-nCoV infiziert sind, sollten jedoch eine angemessene Behandlung zur Linderung und Behandlung der Symptome erhalten, und Personen mit schwerer Erkrankung sollten eine optimierte unterstützende Behandlung erhalten. Einige spezifische Behandlungen werden derzeit untersucht und in klinischen Studien getestet. Die WHO unterstützt die Koordinierung der Bemühungen zur Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von nCoV mit verschiedenen Partnern.
Offizielle Erklärung der Weltgesundheitsorganisation
Seine Behauptungen erwiesen sich schnell als unwahr, denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte, dass es derzeit kein spezifisches Medikament zur Behandlung von COVID-19 gibt. Sie erklärte: „Es laufen klinische Studien, aber es gibt keine Erwähnung einer Heilung.“
Obwohl Agnihotri irreführende – und potenziell gefährliche – Fehlinformationen verbreitete, ist die Tatsache, dass es im Internet eine so schnelle Dynamik erzeugte, ein Beweis für das weltweit zunehmende Bewusstsein für Cannabis als Behandlungsoption im Gesundheitswesen.
Tatsächlich gibt es immer mehr Forschungsergebnisse, die darauf schließen lassen, dass Cannabis aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften sogar die nächste große Waffe in unserem Kampf gegen Superkeime sein könnte.